Die 5 größten Mythen über den Atem - gelüftet!
- 30. Nov. 2022
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 7 Stunden

Tief durchatmen.
Mehr Sauerstoff aufnehmen.
Möglichst viel Kohlendioxid ausatmen.
Viele Menschen glauben, dass genau das eine gesunde Atmung ausmacht.
Tatsächlich gehören diese Empfehlungen zu den häufigsten Missverständnissen rund um den Atem.
In den letzten Jahren ist das Interesse an Atemtechniken stark gestiegen. Gleichzeitig kursieren viele Aussagen, die zwar logisch klingen, aber nicht immer mit dem übereinstimmen, was wir heute über Atmung wissen.
Schauen wir uns fünf der häufigsten Atemmythen genauer an.
Die 5 größten Mythen über den Atem
Mythos 1 - Je mehr wir atmen, desto gesünder sind wir
Viele Menschen gehen davon aus, dass mehr Atmung automatisch besser ist.
Tatsächlich kann das Gegenteil der Fall sein.
Der Körper benötigt nicht möglichst viel Luft, sondern eine effiziente Atmung.
Wer dauerhaft zu viel atmet, kann das natürliche Gleichgewicht von Sauerstoff und Kohlendioxid im Körper verändern.
Eine ruhige, leichte und unauffällige Atmung ist oft ein Zeichen dafür, dass das Atemsystem effizient arbeitet.
Was bedeutet das für den Alltag?
Wenn du häufig seufzt, gähnst, durch den Mund atmest oder das Gefühl hast, nicht richtig durchatmen zu können, kann es sinnvoll sein, deine Atemgewohnheiten genauer zu betrachten.
Mythos 2 - Tiefere Atemzüge versorgen uns mit mehr Sauerstoff
Dieser Mythos klingt zunächst logisch.
Mehr Luft bedeutet doch mehr Sauerstoff, oder?
Nicht unbedingt.
Damit Sauerstoff aus dem Blut in die Zellen gelangen kann, benötigt der Körper auch ausreichend Kohlendioxid.
Kohlendioxid ist kein unerwünschtes Abfallprodukt, das möglichst schnell ausgeatmet werden sollte.
Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Sauerstoffversorgung des Gewebes.
Entscheidend ist deshalb nicht nur, wie viel Luft wir einatmen, sondern wie effizient unser Körper den vorhandenen Sauerstoff nutzen kann.
Interessant zu wissen
Sowohl moderne Atemforschung als auch traditionelle Yogaschriften beschreiben einen ruhigen und feinen Atem als Zeichen von Gesundheit, Konzentration und innerer Stabilität.
Mythos 3 - Mund- und Nasenatmung sind gleichwertig
Viele Menschen machen sich im Alltag kaum Gedanken darüber, ob sie durch die Nase oder den Mund atmen.
Für den Körper macht das jedoch einen Unterschied.
Die Nase filtert, erwärmt und befeuchtet die Atemluft.
Außerdem unterstützt sie die Bildung von Stickstoffmonoxid, das eine wichtige Rolle für die Durchblutung und Sauerstoffaufnahme spielt.
Die Mundatmung hat durchaus ihre Berechtigung, etwa bei intensiver körperlicher Belastung.
Im Alltag und besonders in Ruhe bietet die Nasenatmung jedoch viele Vorteile.
Was bedeutet das für den Alltag?
Achte einmal darauf, wie du gerade atmest.
Durch die Nase oder durch den Mund?
Allein diese Beobachtung kann bereits interessante Erkenntnisse liefern.
Mythos 4 - Unser Sauerstoffbedarf steuert unsere Atemfrequenz
Viele Menschen glauben, dass der Körper hauptsächlich auf Sauerstoffmangel reagiert. Tatsächlich wird unser Atemantrieb vor allem durch Veränderungen des Kohlendioxidgehalts beeinflusst.
Steigt der Kohlendioxidgehalt an, entsteht der Impuls zu atmen. Dieses System sorgt dafür, dass Sauerstoff und Kohlendioxid im Körper in einem gesunden Gleichgewicht bleiben.
Ein besseres Verständnis dieses Zusammenhangs hilft uns zu verstehen, warum manche Menschen trotz ausreichend Sauerstoff das Gefühl haben, nicht genug Luft zu bekommen.
Mythos 5 - Kohlendioxid ist nur ein Abfallgas
Viele Menschen betrachten Kohlendioxid als etwas, das der Körper möglichst schnell loswerden sollte.
Tatsächlich erfüllt Kohlendioxid jedoch wichtige Aufgaben im Organismus.
Unter anderem hilft es dabei, Sauerstoff aus dem Blut in die Zellen zu transportieren. Außerdem spielt es eine wichtige Rolle bei der Regulation unserer Atmung.
Ein ausgewogenes Verhältnis von Sauerstoff und Kohlendioxid ist deshalb entscheidend für eine gesunde Atemfunktion.
Genau deshalb beschäftigen wir uns im Functional Breathwork nicht nur mit Sauerstoff, sondern auch mit unserer Toleranz gegenüber Kohlendioxid.
Die eigentliche Frage
Viele Menschen lernen Atemübungen.
Wesentlich seltener stellen sie sich die Frage:
Wie atme ich während der übrigen 23 Stunden des Tages?
Genau dort beginnt Functional Breathwork.
Denn unsere alltäglichen Atemgewohnheiten beeinflussen Schlaf, Energie, Konzentration, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden oft stärker als eine einzelne Atemübung.
Deshalb geht es nicht nur darum, Atemtechniken zu lernen.
Es geht auch darum, die eigene Alltagsatmung besser zu verstehen.
Warum diese Mythen so wichtig sind
Viele Menschen beginnen ihre Reise mit dem Wunsch:
besser zu schlafen
Stress zu reduzieren
mehr Energie zu haben
sich wohler im eigenen Körper zu fühlen
Dabei entdecken sie oft, dass der Atem weit mehr beeinflusst als nur die Sauerstoffversorgung.
Genau deshalb basiert die AYA Atemlehre auf drei Säulen:
Functional Breathwork
Die Grundlage.
Atemfunktion, Nervensystem, Gesundheit und Regeneration.
Pranayama & Energy Breathwork
Atemtechniken für Energie, Fokus, Präsenz und Vitalität.
Transformatives Breathwork
Bewusste Atemprozesse zur Förderung von Selbstwahrnehmung, emotionaler Balance und persönlicher Entwicklung.
Die meisten Menschen kommen über eine dieser Säulen zur Atemarbeit.
Unsere Erfahrung zeigt jedoch: Die größten Veränderungen entstehen dort, wo alle drei Bereiche zusammenspielen. Die Atemfunktion bildet dabei die Grundlage für alles Weitere.
Dein nächster Schritt
Wenn du herausfinden möchtest, welcher Bereich deiner Atmung aktuell das größte Potenzial hat, mache unseren kostenlosen Atem-Check.
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Oder schau dir unsere kostenlose Breathwork-Masterclass an und erfahre, wie Atemarbeit Gesundheit, Energie und persönliche Entwicklung beeinflussen kann.
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Alles Liebe
Philipp & Sabine
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